Echt und authentisch – Wieso? – Podcast Folge 65

Was bedeu­tet eigent­lich “authen­tisch sein”?

Die­se Fra­ge beschäf­tigt mich immer wie­der. Heu­te möch­te ich Dich mit­neh­men auf eine Rei­se in mei­ne Gedan­ken zu die­sem The­ma. Ich nahm vor eini­ger Zeit als Zuschaue­rin an einer Ver­an­stal­tung teil, die ich aus mei­ner Posi­ti­on gut beob­ach­ten konn­te. Die­se Ver­an­stal­tung war ein Comedy-Preis.

Viel­leicht fragst Du Dich, was Come­dy mit Authen­ti­zi­tät zu tun hat. Was bedeu­tet “echt” und “authen­tisch sein” eigent­lich. Gibt es da einen Unter­schied? Für mich sind die­se Begrif­fe ziem­lich gleich.

Die Web­sei­te karrierebibel.de sagt, authen­tisch sein bedeu­tet, dass “reden, füh­len, den­ken und han­deln” eines Men­schen über­ein­stim­men. Wenn Dein “Sein” mit Dei­nem “Schein” über­ein­stimmt, wirkt dies glaub­wür­dig. Syn­ony­me zu Authen­ti­zi­tät sind Glaub­wür­dig­keit, Zuver­läs­sig­keit, Unver­fälscht­heit und Wahrhaftigkeit.

Mein Slo­gan ist “per­fekt muss nicht sein, echt ist schö­ner”. Ich ver­wen­de das Wort “echt”, da es kür­zer ist und “Authen­ti­zi­tät” lei­der manch­mal ein abge­nutz­tes Buz­z­word ist. Einer mei­ner höchs­ten Wer­te ist authen­tisch und echt zu sein!

Auf der (Business-)Bühne authen­tisch sein?

Auf der Büh­ne erzäh­le ich Geschich­ten, bei wel­chen die Fra­ge auf­taucht, ob sie wohl echt sind. Und so stellt sich sicher auch die Fra­ge, wie Schau­spie­ler oder Come­di­ans “echt” sein kön­nen. Sie spie­len eine Rol­le wenn sie auf der Büh­ne ste­hen. Im Schau­spiel, ja, da spielt man eine Rol­le, aber die soll­te auch echt sein. Dazu habe ich in Fol­ge 24 schon mal eine Epi­so­de auf­ge­nom­men. Hör dort gern rein.

Auch bei Vor­trä­gen und Prä­sen­ta­tio­nen stellt sich die­se Fra­ge. Denn auch da gibt es Inhal­te, die wir ver­mit­teln, die viel­leicht nicht immer 100% “ich” sind. Neh­men wir zum Bei­spiel einen Geschäfts­füh­rer. Er stimmt sicher nicht zu 100% damit über­ein, einen Mit­ar­bei­ter zu kün­di­gen. Jedoch ist dies manch­mal not­wen­dig, um das Unter­neh­men auf­recht­zu­er­hal­ten. Er hat kei­ne ande­re Wahl, als die­se Nach­richt zu überbringen.

Zurück zum Come­dy-Preis: Ich genie­ße sol­che Ver­an­stal­tun­gen sehr. Ich kann mich zurück­leh­nen, mit­füh­len und mit­la­chen. Man­che der Teil­neh­mer wur­den auch poli­tisch, denn Come­dy, bzw. Kaba­rett darf durch­aus auch poli­tisch wer­den. Eini­ge Geschich­ten hat­ten Par­al­le­li­tä­ten zu mei­nen Pro­gram­men, da die­se The­men vie­le Men­schen beschäf­ti­gen. Oft konn­te ich mich ein­füh­len und wirk­lich dar­über lachen. Aller­dings nicht bei allen Geschichten.

Manch­mal merk­ten wir Zuschau­er direkt, dass nun ein Gag ein­fach nicht so funk­tio­niert, wie gedacht. Ein Teil­neh­mer sag­te dann auch direkt auf der Büh­ne, dass er die­sen Gag wie­der aus sei­nem Pro­gramm neh­men wird. Die­se Aus­sa­ge fin­de ich stark, authen­tisch und echt. Das kam super sym­pa­thisch rüber.

Sowas kann immer wie­der pas­sie­ren. Ich ken­ne die­se Situa­tio­nen! Eine Geschich­te klingt in mei­nem Kopf super wit­zig. Doch sobald ich sie laut aus­spre­che, stel­le ich fest, dass der Witz nicht mehr da ist.

Mein Tipp für Dich: Sprich Dei­ne Vor­trags­tex­te laut aus. Am bes­ten sagst Du sie Dir nicht nur selbst laut vor, son­dern auch einer ande­ren Per­son. Dr. Eck­art von Hirsch­hau­sen zum Bei­spiel hat immer Test­auf­trit­te, bevor er auf Tour geht. Ich bin noch nicht auf der Stu­fe, Test­pu­bli­kum zu haben. Doch auch ich tes­te mei­ne Auf­trit­te. Vor mei­nem Mann, mei­ner Gesangs­leh­re­rin, mei­nem Pia­nis­ten und mei­nem Umfeld.

Ande­re mer­ken es, wenn wir nicht authen­tisch sind

Man­ches im Pro­gramm des Come­dy-Prei­ses war aber auch zum “fremd­schä­men”. Zum Bei­spiel wenn Teil­neh­mer von Din­gen erzäh­len, die nichts mit ihnen als Per­son zu tun haben. Ich mer­ke, ob eine Per­son 100% dahin­ter steht, was sie da sagt oder nicht. Und ob die­se Per­son eigent­lich nicht genau weiß, von was sie da spricht.

Ich hin­ter­fra­ge, war­um ich das in dem Moment selt­sam fin­de. Berührt mich das, weil es wirk­lich was mit mir zu tun hat? Oder stört es mich, weil die­se Per­son ein­fach nur über etwas läs­tert um zu läs­tern? Und dann wird es unan­ge­nehm, da es nicht mehr authen­tisch ist. Das Publi­kum bemerkt, wenn die­se Per­son sich über etwas lus­tig macht, was sie nicht selbst erlebt hat. Sich über sich selbst lus­tig zu machen, ist wie­der­um etwas anderes!

Wenn eine 25 jäh­ri­ge Frau auf der Büh­ne sagt “Ich bin ja schon so alt.”, ist dies sicher­lich selt­sam für uns Ü40 Frau­en im Publi­kum. Um es auf das Busi­ness zu über­tra­gen: Wenn eine Per­son Anfang 20 angibt, der bes­te Online-Mar­ke­ting-Exper­te der Welt zu sein, dann ist dies ein­fach nicht authentisch.

So schaffst Du es, authen­tisch zu sein

Mein Tipp dazu: Schau Dir an, wie ande­re Men­schen Vor­trä­ge hal­ten oder wie sie ihren Social Media Kanal bespie­len. Man­che Trends wer­den hier­bei von so vie­len adap­tiert, pas­sen aber ein­fach nicht zur Per­son. Ich zum Bei­spiel wür­de in einem Reel nie­mals tan­zend auf etwas zei­gen. Das passt ein­fach nicht zu mir. Trotz­dem mache ich auch Reels!

Schau Dir an, was Dir bei ande­ren Men­schen gefällt. Was sie gut machen, was Dich emo­tio­nal berührt. Samm­le Din­ge, die Du auch aus­pro­bie­ren möch­test. Das heißt nicht, dass Du die­se Per­son kopierst! Beob­ach­te, was Du wit­zig und authen­tisch fin­dest. Wenn Men­schen offen über ihre Feh­ler spre­chen ist dies oft authen­tisch. Schau Dir ein­fach an, was Du für Dich mit­neh­men kannst.

Gar nicht so ein­fach! Wenn Du das selbst nicht hin­be­kommst, dann schreib mir eine Email! In mei­nem Coa­ching kann ich Dir hel­fen, Dich auf Dei­ne Vor­trä­ge und Prä­sen­ta­tio­nen vor­zu­be­rei­ten, so dass sie authen­tisch sind und zu Dir passen!

Heut­zu­ta­ge ist es wich­tig, als eige­ne Mar­ke im Leben, vor der Kame­ra und auf der Büh­ne zu glän­zen. War­um? Du bist die Per­son, die Dei­nen Job, Dein Busi­ness, Dein Unter­neh­men reprä­sen­tiert. Men­schen zei­gen sich auf Social Media, begeis­tern mit Geschich­ten, erschaf­fen Ver­bin­dun­gen – oder erzäh­len lang­wei­li­ge Zah­len, Daten und Fak­ten. Aber Du machst den Unterschied!

Möch­test Du ler­nen, war­um es so wich­tig ist, Dir Dei­ner selbst bewusst zu sein und wie Du mit Dei­nen Geschich­ten begeis­tern kannst? Dann schau Dir jetzt mei­nen neu­en Work­shop “Be yourself” an. Nach die­sem Work­shop bist Du bes­tens dafür gerüs­tet, Dei­ne Geschich­te authen­tisch rüberzubringen!

Lie­be Grüße

Son­ja

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