Feedback ist ein Angebot – Podcast Folge 35

Wie Du Fremd­wahr­neh­mung und Feed­back für Dich nut­zen kannst. 

Wenn wir mit­be­kom­men, wie wir in der Fremd­wahr­neh­mung ande­rer wir­ken, kön­nen wir dar­aus auch für uns selbst etwas mit­neh­men. Feed­back ist ein Ange­bot für Dich und auch für mich, über die eige­ne Wir­kung zu reflek­tie­ren. Ich habe dazu mei­ne Gedan­ken in einer Pod­cast­fol­ge ver­ar­bei­tet. Du kannst sie hier nach­le­sen und bekommst auch ein paar Tipps, wie Du mit Feed­back umge­hen kannst. Was dar­aus Du für Dich mit­neh­men möch­test und was auch eher nicht. 

Eigen- und Fremd­wahr­neh­mung: Sich sei­ner selbst bewusst wer­den ist wichtig! 

In einem Webi­nar konn­te ich sehen, wel­che unter­schied­li­chen Spra­chen Män­ner und Frau­en spre­chen und wie wir uns damit aus­ein­an­der­set­zen, wie wir auf ande­re wir­ken. Strah­le ich denn auch das aus, was ich aus­strah­len möchte?

In einer Situa­ti­on erzähl­te ein Teil­neh­mer davon, dass er immer wie­der das Feed­back bekommt, arro­gant zu wir­ken. Ihm war dies so aber nicht bewusst. Das zeig­te mir wie­der, wie wich­tig es ist, am The­ma “sich sei­ner selbst bewusst sein” zu arbei­ten. Und zu ler­nen, wie das über­haupt funktioniert. 

Erin­nerst Du dich an die Fol­ge 30? Dar­in sprach ich dar­über, wie wir uns über­le­gen kön­nen, wie wir eigent­lich wir­ken und was wir aus­strah­len möch­ten. Dies kannst Du auf ganz unter­schied­li­che Situa­tio­nen bezie­hen. In einem Gespräch machst Du Dir zunächst bewusst, mit wel­cher Per­son Du da sprichst. Wer Dei­ne Ziel­per­son ist und was bei die­ser ankom­men soll. 

Alles hat eine Wir­kung! Zum Bei­spiel auch, dass wäh­rend der Auf­nah­me zu die­ser Pod­cast­fol­ge mei­ne Büro­nach­barn Kaf­fee schred­dern. Das hörst Du viel­leicht im Hin­ter­grund, wenn Du Dir die Fol­ge anhörst. Natür­lich hat das eine Wir­kung auf Dich. Du stellst dir nun even­tu­ell vor, dass ich nicht allei­ne in mei­nem Büro bin. Oder Du fragst dich, war­um ich mei­ne Pod­cast­fol­gen nicht in einem schall­dich­ten Raum aufnehme. 

Mir wur­de durch das Webi­nar wie­der bewusst, wie wich­tig es ist, sich sei­ner selbst bewusst zu sein. Und das auch situativ!

Und ich konn­te auch wie­der schön sehen, dass vie­le der Teil­neh­men­den ihre eige­nen Ant­wor­ten selbst mit­brin­gen. Ein Teil­neh­mer berich­te­te von einem sehr ent­spann­ten Kol­le­gen. So kamen wir auf die Fra­ge, was er sich denn von die­sem ent­spann­ten Kol­le­gen abschau­en könnte. 

Das ist ein Tipp, den ich ger­ne gebe: Was macht er/sie denn, was auf mich locker, ent­spannt oder char­mant wirkt? Was an seiner/ihrer Art begeis­tert mich? Hier­bei geht es nicht dar­um, ande­re Men­schen zu kopie­ren. Son­dern dar­um, für sich her­aus­zu­fin­den, wodurch die­se Per­son wie auf mich wirkt. Was das mit mir macht und wie ich das für mich adap­tie­ren kann.

Erfah­re durch Feed­back wie ande­re Dich wahrnehmen 

Die wich­tigs­ten Punk­te bei der Eigen- und Fremd­wir­kung möch­te ich Dir hier ein­mal auf­zei­gen. Fra­ge Dich selbst, wie Du wahr­ge­nom­men wer­den möch­test. Wie Du tat­säch­lich wirkst. Ob Du etwas ver­än­dern möch­test, oder nicht. Und wenn ja: Was genau und in wel­che Richtung? 

Dafür kannst Du sehr gut auch Feed­back nut­zen, wel­ches Du bekommst. Mei­ne liebs­te Feed­back-Regel ist: ”Feed­back ist ein Ange­bot zur Selbst­über­prü­fung”. Auch mich per­sön­lich lässt ein Feed­back immer nach­den­ken. Ich gehe dann in die Selbst­re­flek­ti­on. Denn auch ich bekom­me Opti­mie­rungs-Feed­back. Das hilft, um die Eigen- und Fremd­wahr­neh­mung abzugleichen. 

An die­ser Stel­le möch­te ich Dir mit­ge­ben, dass Du Dir fol­gen­de Fra­gen stellst: Was macht das Feed­back mit mir? Fin­de ich das zutref­fend? Was davon möch­te ich ver­än­dern und wie kann ich es verändern? 

Ein Bei­spiel von mir: Ich habe ein Feed­back bekom­men, über wel­ches ich im Vor­feld die­ser Fol­ge nach­ge­dacht habe. Die­ses Feed­back wur­de an mich gerich­tet, da hier unter­schied­li­che Erwar­tun­gen zu Leis­tun­gen im Raum stan­den. Die­se Per­son hat­te mehr von einer Sache und weni­ger von einer ande­ren Sache erwartet. 

Wie gehe ich nun mit einem sol­chen Feed­back um? Ich über­le­ge, ob ich bereit bin, davon etwas umzu­set­zen. Wenn ja: Was genau und wie­viel? Das sind die zen­tra­len Fra­gen. Doch genau­so wich­tig: Wenn ich davon nichts umset­zen möch­te, dann las­se ich mich davon nicht wei­ter auf­hal­ten. Ich len­ke die Kon­zen­tra­ti­on auf das posi­ti­ve Feed­back was kam. So mache ich mir das Leben selbst nicht zu schwer. 

Es gibt Men­schen, die Din­ge nicht an sich her­an­las­sen. Ich gehö­re nicht dazu und bin da auch emo­tio­nal. Ich bewun­de­re Men­schen, die ein Feed­back ein­fach abstrei­fen. Doch den­ke ich, dass wir uns auf der Rei­se der per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung auch in der Hin­sicht mit uns selbst beschäf­ti­gen können. 

Das ist eine mehr­schich­ti­ge Her­aus­for­de­rung. Wenn ich mich und mei­ne Per­sön­lich­keit für eine Situa­ti­on betrach­te, ist das nicht das Gesamt­bild. Denn in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen wir­ke ich anders. Ich kann auf ver­schie­de­ne Erfah­rungs­schät­ze zurück­grei­fen. Hier wün­sche ich mir ins­be­son­de­re von Frau­en mehr Mut! Mut ihre eige­ne Erfah­rung anzu­er­ken­nen. Dass Frau­en aner­ken­nen, mit wel­cher Erfah­rung sie in einer Situa­ti­on gehan­delt haben und wie dies wirkte. 

Die Fremd­wahr­neh­mung hat nicht unbe­dingt etwas mit Dir zu tun 

Wir kön­nen nicht jedem gefallen!

Du kannst Dich jedoch noch so sehr mit Dei­ner Eigen- und Fremd­wahr­neh­mung aus­ein­an­der­set­zen. Es wird immer Men­schen geben, die Dich toll fin­den. Aber genau­so gibt es immer Men­schen, denen Dei­ne Wir­kung nicht gefällt. Das hat nicht mal immer etwas mit Dir zu tun. 

Mei­ne Ant­wort für sol­che Situationen: 

“Dan­ke für das Feed­back.“ Und dann über­prü­fe ich für mich, was ich davon mit­neh­men kann. Aber ich muss damit leben, dass ich nicht alle Men­schen errei­che, mit dem, was ich mit mei­ner Eigen- und Fremd­wahr­neh­mung errei­chen möchte.

Also: Hör Dir Feed­back an, über­le­ge, was Du davon ver­wen­den möch­test und was aber auch nicht. 


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