[vc_row][vc_column][vc_column_text]Egal ob Pilot oder Speaker: Vorbereitung ist überall wichtig!

Peter Brandl ist mir vor zwei Jahren bei meiner ersten GSA-Convention direkt aufgefallen. Nicht nur in seiner Rolle als Präsident, sondern insbesondere wegen seines Outfits. Die coolen Schuhe und das witzige Sakko habe ich sofort bemerkt! Peter pendelt nicht nur zwischen LA und Berlin, sondern auch zwischen den Welten. Denn er ist Pilot, Speaker-Berater und Unternehmer. Ein echter Experte in Sachen Auftritt also. Ich freue mich, dass ich für meine Podcastfolge Nr. 86 Peter Brandl zu Gast habe!

Wir sprechen darüber, was Piloten und Speaker gemeinsam haben und warum Vorbereitung in beiden Welten das A und O ist. Peter erzählt davon, warum er beinahe doch kein Pilot geworden wäre, wie es dazu kam, dass er seinen großen Traum kurz nach der Verwirklichung aufgab und was sein Lebensmotto ist. 

Hör Dir das ganze Interview hier an.

 

Warum ist Peter gleichzeitig Pilot und Speaker? 

Peter wollte schon als kleiner Junge unbedingt Pilot werden. Mit 14 fing er mit Segelfliegen an. Zur damaligen Zeit sagte ihm ein Fliegerarzt, dass er wegen seiner Brille kein Pilot werden könne, was Peter natürlich glaubte. Mit 40 fand er dann heraus, dass dieser Mann völlig Unrecht hatte. 

Doch bis dahin verlief sein Weg durch diesen Motivations-Dämpfer erst mal anders. Peter beendete die Schule, studierte und verlor die Fliegerei aus den Augen. Glücklicherweise gibt es noch eine weitere Leidenschaft in Peters Leben: die Kommunikations-Psychologie. Mit Mitte 20 bereits gründete er sein Trainings-Unternehmen und wurde schnell erfolgreich damit. 

In der zweiten Hälfte seiner 30er machte er dann doch seine Privatpilotenlizenz. Und nun folgte die Überraschung, denn sein neuer Fliegerarzt eröffnete ihm, dass es auch mit Brille möglich ist, Pilot zu werden. So bekam Peter letztlich sein medizinisches Tauglichkeitszeugnis und ging den Weg des Piloten einfach immer weiter: Berufspilotenlizenz, Linienpilotenlizenz, Fluglehrer.

 

Er flog sogar kurze Zeit für eine Airline! Kein Wunder, denn wer lange Jahre Verhandlungstraining macht, bekommt auch, was er will. So wurde er tatsächlich eingestellt. Er machte dort spannende Erfahrungen, da er mit 40 als frischer Co-Pilot im sozialen Status wieder ganz unten stand, obwohl er andererseits schon lange eine erfolgreiche Firma führte. Das fiel ihm wirklich nicht leicht. 

Doch auch das Berufsbild des Piloten war weniger attraktiv, als Peter es sich als Kind vorgestellt hatte. Um 4 Uhr aufstehen, um 5 Uhr am Flughafen sein und um 6 Uhr losfliegen. Peter konnte sich nicht vorstellen, dies für die kommenden 30 Jahre zu tun. Die Freiheit zu entscheiden, wo und wann man losfliegt, ist dabei nicht gegeben. So gab er die Berufsfliegerei doch schnell wieder auf. 

Sollten wir also nicht groß träumen oder ist der Weg das Ziel?

Ich höre es immer wieder, dass Menschen ihren großen Traum erreichen und dann feststellen, es ist nicht mehr ihr Traum. So wie es Peter mit der Fliegerei ging. Sollten wir also erst gar nicht so große Träume haben? Oder ist der Weg dorthin das Ziel? 

Peter tut sich mit beiden Aussagen etwas schwer. Er hätte auf manche Wege zum Ziel auch gerne verzichtet. Er ist aber auf jeden Fall dafür, große Träume zu haben und diese zu verfolgen. Auch, wenn wir sie nach dem Erreichen wieder aufgeben. Doch diesen Traum zu verfolgen kann unglaublich motivierend sein. 

 

Die Entscheidung, die Berufsfliegerei aufzugeben, ist Peter nicht leichtgefallen. Sein Herz hängt nach wie vor daran, im Cockpit zu sitzen. Auch sein Umfeld reagierte entsprechend fassungslos, dass er diesen teuren und zeitintensiven Traum kurz nach der Erfüllung wieder aufgab. Peter gibt zu bedenken, dass wir auch die Stärke haben sollten, Träume dann wieder loszulassen, wenn es notwendig ist.


Und wie können wir nun die Stärke finden, Träume loszulassen? Peter rät dazu, nicht darauf zu hören, was andere sagen. Er zieht sich in sich selbst zurück und fällt seine Entscheidungen für sich. Peter hat sich über die Jahre immer wieder klargemacht, dass jede Entscheidung etwas möglich und gleichzeitig etwas anderes unmöglich macht. That’s part of the game. Wenn Du die Entscheidung aus Angst nicht triffst, verlierst Du meist beides. 

Wir müssen Entscheidungen treffen, daran führt kein Weg vorbei. Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Und eine “falsche” Entscheidung ist besser als keine. Denn eine falsche Entscheidung hat Auswirkungen, die Du mitbekommst und im besten Fall korrigieren kannst. Wenn Du keine Entscheidung triffst, hat dies auch Auswirkungen, welche wir jedoch nicht darauf zurückführen, dass wir keine Entscheidung getroffen haben. Denn wir haben ja “nichts gemacht”. So fühlen wir uns als Opfer der Umstände. 

Was die Fliegerei mit Marketing zu tun hat:

Peter arbeitet auch jetzt weiterhin mit Piloten. Diese müssen ein jährliches Training absolvieren, bei welchem sie über den “Faktor Mensch” bei der Flugzeugsteuerung lernen. Denn Flugzeuge werden, wie Unternehmen auch, von Menschen gesteuert. So verbindet Peter diese beiden Themen. Er nutzt auch gerne Fliegerei-Metaphern in seinen Vorträgen. Zu jedem Manager-Fehler fällt Peter dann auch direkt der passende Flugzeug-Crash ein. 

Peter nutzt Fliegerei-Metaphern jedoch auch aus Marketing-Gründen. Er gibt zu bedenken, dass trotz toller und begeisternder Vorträge die Zuhörer wenige Wochen später meist schon seinen Namen und das Thema des Vortrags vergessen haben. 

Sein Tipp: Überlege Dir, wonach die Menschen bei Google suchen sollen, um Dich dann trotzdem wiederzufinden. Bei ihm ist es ganz klar: “Speaker Pilot”. Wer das bei Google eingibt, findet Peter auf der ersten Seite. 

Zudem sind diese Metaphern auch sehr eingängig. Erfahrene Manager können beispielsweise etwas wie “Du musst Dich auf den anderen einlassen und ihn da abholen, wo er steht” nicht mehr hören. Wenn Peter aber sagt: ”wenn Du das, was Du hier grade gemacht hast, im Flieger machst, bist Du danach tot”, dann ist ihm die Aufmerksamkeit sicher. 

Der Pilotenhintergrund eignet sich auch wunderbar für das Thema Storytelling. Nun sind wir nicht alle Piloten, doch ich bin der festen Überzeugung, dass jeder eine passende Geschichte in seinem Leben finden kann. 

Was Peters Oma mit Marketing zu tun hat:

Bei meiner ersten Convention mit Peter gab es ein Format, was er “round table” nannte. Wir konnten an seinen Tisch kommen und ihm Fragen stellen. Dort erzählte er uns von der sogenannten “Oma-Technik”. Menschen merken sich keine Fakten, sondern die Bilder. Als Speaker überlegen wir uns, wie wir diese Bilder erschaffen können. Peter empfiehlt dafür die “Oma-Technik”, bei welcher wir uns vorstellen, nach einem Vortrag Peters Oma zu treffen. Und sie fragt: “Na, was hat denn der Bub jetzt gesagt?”. Du wirst für Peters Oma den Vortrag oder sogar ein 3-Tages-Seminar in zwei bis drei Sätzen zusammenfassen. 

Peter überlegt sich im Vorfeld, was diese 2-3 Sätze sein sollen, welche Du seiner Oma sagst. Das ist seine Key-Message. Diese sollte er Dir also in seinem Vortrag unbedingt vermitteln. Er platziert diese Key-Message so, dass Du sie hinterher auch wirklich weitergeben kannst. 

 

Überleg Dir vorher, WAS die Leute aus Deinem Vortrag mitnehmen sollen. Peter gibt zu bedenken, dass wir sehr verliebt in unsere eigenen Themen, Geschichten und Witze. Wir sind so erfüllt davon, dass wir es als das Wichtigste auf der Welt betrachten. Wir werden betriebsblind. Wenn wir einen Einfluss haben wollen, müssen wir den Menschen ein Bild malen, an welches sie sich noch Jahre später erinnern.

 

24-Stunden Speaking Event zu Beginn von Corona – wie kommt man auf sowas?

 

Im März 2020 flog Peter von Los Angeles nach Berlin. Kurz darauf schlossen die USA die Grenzen, sodass Peter nicht zurückgehen konnte, während seine Frau weiterhin in LA war. Die ganze Negativität und Angst in der Gesellschaft veranlasste Peter und seine Frau dazu, etwas zu tun. Sie fragten sich: “Was können wir eigentlich?”. So war die Idee geboren, den Menschen Zuversicht und Mut durch ein Speaker-Event zu geben.

 

Gemeinsam mit zwei großen Sponsoren stellten sie ein Event über 24h zwischen Berlin und Los Angeles auf die Beine. In dieser Zeit waren sie mit die ersten, die so etwas machten. 

Müssen sich Speaker genauso vorbereiten wie Piloten?

Piloten müssen allerhand Checklisten zu unterschiedlichen Themen durchgehen. Zum Beispiel die “Before Takeoff”-Liste. Sie gehen dabei Punkt für Punkt durch, ob sie an alles gedacht haben. Für Peter ist es vollkommen unverständlich, wenn professionelle Speaker 5 Minuten vor dem Auftritt auf die Bühne eilen und dann schockiert feststellen, dass ein Adapter fehlt. Eine Person, welche mehrere tausend Euro Honorar verlangt, muss top vorbereitet sein, wie ein Pilot. 

Peters Tipp: Lerne die ersten und die letzten zwei Sätze auswendig. Die ersten und letzten 30 Sekunden müssen stehen, auch unter massivstem Stress. Peter beschreibt das in seinem Buch über die Notlandung eines Flugzeugs auf dem Hudson River in New York. Wenn einem Piloten in unter 1000 m über einem dicht besiedelten Gebiet die Triebwerke ausfallen, muss die Lösung sofort präsent sein. Zeit zum Nachdenken gibt es dabei keine. “Entweder, Du hast einen Plan oder Du bist tot”, sagt Peter. 

Ein Speaker sollte sich in der Vorbereitung damit beschäftigen, was passiert, wenn die Präsentation ausfällt. Je besser Du vorbereitet bist, desto entspannter wirst Du sein. “Je mehr Du Dich am Boden plagst, desto weniger musst Du in der Luft schwitzen”. Auch das berühmte Lampenfieber reduziert sich durch eine gute Vorbereitung. 

 

Für Peter haben Lampenfieber und das Gefühl des frisch Verliebt-seins viel gemeinsam: Aufregung, ein komisches Gefühl im Magen, schwitzige Hände, Gedanken darüber, wie wir wohl wirken etc. Verliebt sein wird positiv bewertet, wohingegen Lampenfieber negativ gesehen wird. Peter rät dazu, das Lampenfieber wahrzunehmen und Dich darüber zu freuen, wie Du Dich über das Verliebt-sein freuen würdest. 

 

Der Speaker-Talk – was ist das?

Im Speaker-Talk kannst Du Dir einen Termin mit Peter oder einer Person seines Teams buchen. Gemeinsam schaut ihr, wo Du stehst und wo Du hinmöchtest. Du wirst dabei unterstützt, die nächsten Schritte zu gehen. Entweder gemeinsam mit Peters Team oder alleine. 

Peter möchte nicht nur Speaker ausbilden, die damit Geld verdienen möchten. Er unterstützt auch Führungskräfte dabei, wie sie gut mit ihren Mitarbeitern kommunizieren und diese coachen können. Fachkompetenz wird immer weniger bedeutend, aber die Fähigkeit, die Menschen zu unterstützen kommt immer mehr in den Mittelpunkt. Hierbei hilft Peter in seinen Programmen. Wer als Speaker auch Geld verdienen möchte, bekommt bei ihm auch die Unterstützung bei einem Business-Modell. 

Danke Peter, das war ein tolles Gespräch mit wunderbarem Input.

Wenn Du noch mehr von Peter mitbekommen möchtest, folge ihm auf Social Media: 

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Aus seiner Geschichte mit den Fliegerärzten hat Peter übrigens ein Lebensmotto entwickelt: „Trau nur Ratschlägen, die Dir gefallen!“ Das gilt auch für seine eigenen Ratschläge. Nimm davon mit, was für Dich passt und was Dir gefällt. Trau Dich, Deinen Weg zu gehen. Peter gibt Dir zum Schluss mit: “Das Leben ist zu kurz, um zu zweifeln!”. 

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