Wertschätzende Kommunikation – Podcast Folge 89

Wert­schät­zend kom­mu­ni­zie­ren ist auf jeder Büh­ne wichtig!

Es gibt kei­nen Grund, zu Men­schen unfreund­lich zu sein, selbst wenn sie es zu mir sind. Das fällt mir nicht immer leicht! Doch es ist mir sehr wich­tig. Gar nicht so ein­fach, ins­be­son­de­re, wenn es um mei­ne Toch­ter geht. Und genau in eine sol­che Situa­ti­on kam ich vor einer Wei­le. Von die­ser Begeg­nung und dem wich­ti­gen The­ma “wert­schät­zend kom­mu­ni­zie­ren” spre­che ich in mei­ner neu­es­ten Pod­cast­fol­ge 89. 

Du kannst deut­li­che Wor­te wäh­len und trotz­dem wert­schät­zend kommunizieren

Mei­ne Toch­ter wur­de vor ein paar Wochen von einer frem­den Frau “blöd ange­schnackt”, wie wir in Ham­burg sagen. In sol­chen Situa­tio­nen blei­be ich auf einer wert­schät­zen­den Ebe­ne, doch ich wer­de sehr deut­lich. Denn: Wert­schät­zung hat nichts mit Unklar­heit zu tun. 

Manch­mal ist es not­wen­dig, die eige­ne Mei­nung klar zu äußern. Es geht um die Art und Wei­se, wie Du kom­mu­ni­zierst. Als Füh­rungs­kraft in Unter­neh­men musst Du durch­aus auch nega­ti­ve Nach­rich­ten über­brin­gen. Das kannst Du wert­schät­zend kommunizieren! 

Neh­men wir als Bei­spiel eine Kün­di­gung: Du kannst Dich für die Zusam­men­ar­beit bedan­ken und benen­nen, dass sich nun die Wege tren­nen. Etwa, weil die Wer­te nicht mehr über­ein­stim­men, weil es nicht mehr passt oder weil es Grün­de inner­halb des Unter­neh­mens gibt. 

Du als Füh­rungs­kraft oder Per­so­na­ler soll­test dem Mit­ar­bei­ter gegen­über Wert­schät­zung auf­brin­gen. Die Nach­richt ist vom Sach­in­halt her bereits sehr hart. Wenn Du dann noch sagst: “Also Mei­er, Sie sind jetzt raus, die Fir­ma hat fest­ge­stellt, dass Sie kein wert­vol­ler Mit­ar­bei­ter mehr sind.”, ist es nicht hilfreich. 

Egal, wie klar die Mes­sa­ge ist, sei freund­lich und wert­schät­zend. Das gilt auch für Vor­trä­ge! Manch­mal müs­sen wir auch in Vor­trä­gen kla­re Kan­te zei­gen und deut­li­che Wor­te fin­den. Mit Freund­lich­keit geht vie­les leichter. 

Wert­schät­zung bedeu­tet, auf Augen­hö­he zu kommunizieren

Mein Büro ist in einem gro­ßen Gebäu­de­kom­plex, in wel­chem ich mich sehr wohl­füh­le. Wir ken­nen uns unter­ein­an­der und mei­ne Woh­nung ist direkt um die Ecke. Das weiß inzwi­schen auch der DHL-Bote. Er gibt mitt­ler­wei­le mei­ne Sen­dun­gen beim Emp­fang des Büro­ge­bäu­des ab, wenn ich nicht zu Hau­se bin. Neu­lich sag­te die­ser DHL-Bote, er habe einen neu­en Kol­le­gen, der nicht wüss­te, dass ich hier arbei­te. Des­halb wür­de die­ser dann mei­ne Pake­te nicht ins Büro brin­gen, son­dern am Abla­ge­ort hin­ter­le­gen. Ich war so gerührt von sei­ner Umsichtigkeit! 

Gera­de die Zustel­ler haben es wirk­lich nicht leicht. Und trotz­dem ist die­ser Mensch so freund­lich und wert­schät­zend mir gegen­über. Er hat mei­ne Situa­ti­on im Blick und teilt mir Ver­än­de­run­gen mit. Wenn ich ihn sehe, grü­ße ich ihn selbst­ver­ständ­lich und fra­ge ihn, wie es ihm geht. 

Wert­schät­zung bedeu­tet für mich, mit ande­ren auf Augen­hö­he zu kom­mu­ni­zie­ren. Egal, wel­chen Beruf die­se Per­son hat oder aus wel­chem Umfeld sie kommt. Ich ver­ste­he nicht, wenn Men­schen sagen: “Ach, das ist doch nur die Rei­ni­gungs­kraft.”. Ja genau, eine Per­son, die unse­ren Dreck weg­macht und ohne die wir die­se Arbeit selbst machen müssen! 

Wie wert­schät­zend bist Du? 

Ich möch­te Dich heu­te dazu ein­la­den, mal zu schau­en, wie wert­schät­zend Du selbst mit Dei­nem Umfeld kom­mu­ni­zierst. Mit Dei­ner Fami­lie bei­spiels­wei­se, oder mit Dei­nem Kind. Doch auch die Wert­schät­zung gegen­über Dir selbst ist wich­tig! Das ver­ges­sen wir oft. 

Mit uns selbst sind wir häu­fig wirk­lich streng. “Son­ja, die­sen Song hast Du jetzt schon 20 Mal gesun­gen. War­um kannst Du die­se eine Lied­zei­le nicht ein­mal so sin­gen, wie Du sie geschrie­ben hast?!” – so kann es dann in mei­nem Kopf aus­se­hen. Doch dann gehe ich auf die Meta­ebe­ne und sage mir selbst, dass dies in einem 2‑Stun­den-Pro­gramm eigent­lich nur eine Klei­nig­keit ist. Und die Zuschau­er hat­ten Spaß. 

Wir dür­fen uns selbst gegen­über auch wert­schät­zend sein! Sag Dir auch selbst, dass Du einen guten Job machst. Betrach­te Dich aus der Meta­ebe­ne und sei freund­lich zu Dir. 

Wert­schät­zung ist ins­be­son­de­re in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten wichtig

Ich hat­te vor Kur­zem einen Ter­min bei Spea­kers Excel­lence in Stutt­gart, in deren Agen­tur ich auf­ge­nom­men wur­de. Unser Posi­tio­nie­rungs­ter­min war mir so wich­tig, dass ich aus Wert­schät­zung per­sön­lich vor­bei­kom­men woll­te. Da ich einen Schnup­fen hat­te, ließ ich mich trotz dop­pel­ter Imp­fung vor­ab in Ham­burg und noch­mal in Stutt­gart tes­ten. Sicher ist sicher! 

Ich hat­te einen Ter­min im Test­zen­trum ver­ein­bart, trotz­dem war dort eine lan­ge Schlan­ge. Die War­ten­den wur­den nach und nach von den Mit­ar­bei­tern ins Gebäu­de gelas­sen. Hin­ter mir waren zwei sehr unge­dul­di­ge Män­ner. Ja, auch ich hat­te Fol­ge­ter­mi­ne, aber vor­sorg­lich einen Puf­fer ein­ge­plant. Ich war­te­te also, um mich von den Mit­ar­bei­tern her­ein­ru­fen zu las­sen. Als ich ganz vor­ne in der Schlan­ge ankam, ver­ließ ein Vater mit sei­nem Kind das Gebäu­de. Ich ließ die Tür zufal­len, wie alle ande­ren vor mir auch. 

Das ver­an­lass­te den Mann hin­ter mir sehr unfreund­lich: “Gehen Sie jetzt mal rein?” zu fra­gen. Ich erklär­te ihm, dass die Mit­ar­bei­ter die War­ten­den ein­zeln rein­bit­ten. Er bestand dar­auf, dass ich klin­geln soll­te, was ich natür­lich nicht tat. Eine Art der Wert­schät­zung, die Mit­ar­bei­ter des Test­zen­trums ihre Arbeit machen zu las­sen. Der Mann klin­gelt und es erschien eine Per­son, die mich böse ansah. Ich erklär­te, dass ich nicht geklin­gelt hat­te und weiß, dass ich abge­holt wer­de, wenn ich an der Rei­he bin. Die Reak­ti­on des Herrn hin­ter mir? “Pet­ze!”

Wie wenig wert­schät­zend gegen­über den Men­schen, die dort in die­sem Zen­trum arbei­ten! Wir sind alle in einer belas­ten­den Situa­ti­on und soll­ten mehr Wert­schät­zung für­ein­an­der haben. Gera­de für die Men­schen, die in die­ser schwie­ri­gen Zeit einen Ham­mer­job machen. 

Gib Freund­lich­keit und Wert­schät­zung raus in die Welt

Neu­lich unter­stütz­te ich eine Kol­le­gin, auf ihre Anfra­ge hin, mit ein paar Impul­sen zu ihrer Arbeit. Sie war so dank­bar und sen­de­te mir ein gro­ßes Paket feins­ten Nou­gat. Ich war so über­rascht und gerührt, da ich das nicht erwar­tet hatte. 

Des­halb ist mein Shou­tout an Dich: Egal, auf wel­cher Büh­ne Du unter­wegs bist, bring Freund­lich­keit und Wert­schät­zung raus in die Welt. Ich bin davon über­zeugt, es kommt zu Dir zurück. Kom­mu­ni­zie­re wert­schät­zend mit Dei­nem Umfeld! 

An die­ser Stel­le möch­te ich Dir auch ein­mal Dan­ke sagen. Dan­ke, dass Du mei­ne Fol­gen hörst, die Blog­ar­ti­kel liest und mei­nen Pod­cast viel­leicht sogar wei­ter­emp­fiehlst an Men­schen, denen mei­ne The­men hel­fen können! 

In der nächs­ten Pod­cast-Fol­ge wer­de ich ganz ehr­lich und unge­schönt von mei­nem Jah­res­rück­blick erzäh­len. Mit allen Höhen und Tiefen. 

Zum Schluss noch mein Hin­weis: Wenn Dich mei­ne Sto­ry­tel­ling-Mas­ter­class inter­es­siert, kannst Du im Janu­ar 2022 wie­der teil­neh­men. Die Mas­ter­class fin­det am 10.01.22 statt und das VIP-Packa­ge am 17.01.22. Mel­de Dich jetzt über die­sen Link an: https://online.sonja-gruendemann.de

Glaub an Dich, wert­schät­ze Dich selbst! 

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