Wie eine positive Einstellung und Auftritt zusammenhängen (Podcastfolge 114)

Wie eine positive Einstellung und Auftritt zusammenhängen 

Ich mag den Spruch nicht: „Wenn Du ner­vös bist, stell Dir Dein Publi­kum ein­fach nackt vor”. Das hast Du sicher­lich auch schon ein­mal gehört. Dar­um soll es hier nun heu­te nicht gehen, doch wir kön­nen nicht bestrei­ten, dass sich eine posi­ti­ve Ein­stel­lung auf unse­re Auf­trit­te aus­wirkt.  

Zu Hau­se schau­en wir gera­de die Serie „Ozark“, in wel­cher eine der Haupt­dar­stel­le­rin­nen sich im Lau­fe der vier Staf­feln sehr ver­än­dert. Die Haupt­fi­gu­ren gelan­gen durch Umstän­de, die sie nicht selbst ver­schul­det haben, in eine schwie­ri­ge Situa­ti­on. Die­se besag­te Figur war anfangs sehr zurück­hal­tend und wird im Lau­fe der Zeit immer knall­här­ter. Für mich ist es sehr inter­es­sant, die Ent­wick­lung die­ses Cha­rak­ters zu beob­ach­ten. Sie trifft irgend­wann die kla­re Ent­schei­dung, dass sie sich aus der Not her­aus anders ver­hal­ten muss, um ihre Fami­lie zu beschützen. 
 

Du kannst Dich ent­schei­den, eine posi­ti­ve Ein­stel­lung zu haben 

Die­sen Mecha­nis­mus kön­nen wir wun­der­bar auch auf Vor­trä­ge und Prä­sen­ta­tio­nen über­tra­gen. Viel­leicht ist es bei Dir auch so, dass Du immer wie­der merkst, dass Du kei­ne rich­ti­ge Lust dar­auf hast, Dei­ne Vor­trä­ge zu hal­ten. Du weißt bei­spiels­wei­se, dass Du Dei­ner Sales­mann­schaft das neue Pro­dukt prä­sen­tie­ren musst. Es bleibt Dir nichts ande­res übrig.  

Doch Du hast die Wahl, mit wel­cher Ein­stel­lung Du an die­se Prä­sen­ta­ti­on her­an­gehst. Denkst Du: “Ja, das Pro­dukt ist ganz nett und hat ein paar neue Fea­tures”. Oder Du denkst: “Super, das neue Pro­dukt hat ein paar wirk­lich tol­le Vor­tei­le, die ich hier posi­tiv dar­stel­len kann”. Das ist ein Unter­schied! Denn so hat Dei­ne Sales­mann­schaft wirk­lich Lust dar­auf, das Pro­dukt spä­ter nach außen zu tra­gen. Dei­ne posi­ti­ve Ein­stel­lung trägt maß­geb­lich dazu bei.  

 

Begeis­te­re Dich für die Din­ge 

“Begeis­te­re Dich selbst, dann begeis­terst Du Dein Publi­kum” gilt auch hier. Fokus­sie­re Dich auf die posi­ti­ven Attri­bu­te und wie Du die­se trans­por­tie­ren kannst, sodass sie in Erin­ne­rung blei­ben. Das ist alles eine Fra­ge der Ein­stel­lung und die­se beginnt schon, bevor Du Dich mit Dei­ner Prä­sen­ta­ti­on aus­ein­an­der­setzt. Frag Dich vor­her, mit wel­cher Ein­stel­lung Du in den Vor­trag rein­ge­hen willst.  

Und das gilt für vie­le Berei­che, nicht nur für Vor­trä­ge. Wir Schau­spie­ler bei­spiels­wei­se kön­nen uns auch fra­gen, mit wel­cher Ein­stel­lung wir wie­der auf die Büh­ne gehen. Freu­en wir uns, dass wir wie­der spie­len kön­nen, oder den­ken wir: “Ach, der nächs­te Lock­down kommt bestimmt, es nützt doch alles nichts”? 

Und auch Füh­rungs­kräf­te kön­nen eine Ent­schei­dung tref­fen, wie sie ihren Mit­ar­bei­tern gegen­über­tre­ten, wenn die­se nun wie­der aus dem Home­of­fice zurück in die Büros kom­men. Den­ken sie selbst: “Oh ne, ich hab selbst gar kei­ne Lust aufs Büro” oder freu­en sie sich, ihre Leu­te live wie­der­zu­se­hen?  

Ich war letz­te Woche wie­der in Wien. Ich könn­te den­ken: “Oh nein, ich muss so früh mor­gens flie­gen und kei­ne Ahnung wie mein Hotel wird”. Doch ich freue mich dar­auf, die Men­schen wie­der in echt zu tref­fen und den direk­ten Aus­tausch zu haben. Es ist mei­ne Ent­schei­dung, wie ich inner­lich dazu ein­ge­stellt bin. 

 

Dei­ne posi­ti­ve Ein­stel­lung wirkt sich auf alles aus 

Durch Dei­ne bewuss­te Ent­schei­dung, mit wel­cher Ein­stel­lung Du in Dei­nen Vor­trag gehst, wird sich Dei­ne Moti­va­ti­on und auch die Qua­li­tät Dei­nes Vor­trags ver­än­dern. Betrach­te vor­ab Dein Mind­set der Sache gegen­über. Wenn Du merkst, dass Du noch eher nega­tiv ein­ge­stellt bist, schau Dir an, wo die Punk­te sind, für wel­che Du Dich begeis­tern kannst. Kon­zen­trie­re Dich auf die­se, wenn Du in die Vor­be­rei­tung der Prä­sen­ta­ti­on gehst.  

Nimm Dir dafür aus­rei­chend Zeit! Auch das hat was mit Dei­nem Mind­set zu tun. Erlau­be es Dir, die Zeit zu brau­chen und sie Dir auch zu neh­men. Denn alles, was Du bewusst machst, hat einen bes­se­ren Impact und eine bes­se­re Wir­kung als alles, was Du mal “eben neben­bei” anfasst. Es lohnt sich!  

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