Wie ich meine Ideen finde und kreativ werde (Podcastfolge #122)

Wie ich meine Ideen finde und kreativ werde

Die gan­ze Fol­ge kannst Du direkt hier anhö­ren: https://howtoimpress.podigee.io/125-wie-ich-meine-ideen-finde-und-kreativ-werde

Ideen fin­den – gar nicht so ein­fach! Heu­te möch­te ich Dir einen Ein­blick geben, wie ich krea­tiv wer­de und woher ich mei­ne Ideen bekom­me. Und eins kann ich Dir jetzt schon ver­ra­ten: Ich drü­cke dafür auch ger­ne mal die Pausen-Taste!

Eigent­lich bin ich per­ma­nent im krea­ti­ven Pro­zess. Ich erstel­le jede Woche mei­ne Pod­cast­in­hal­te neu, über­ar­bei­te immer wie­der mei­ne Pro­gram­me und Prä­sen­ta­tio­nen, berei­te Mode­ra­tio­nen vor, kre­iere Vor­trä­ge neu oder über­le­ge mir Insze­nie­run­gen für die Auf­trit­te mei­ner Kli­en­ten. Was mich dabei unter­stützt, liest Du hier!

 

Der kreative Prozess meines Podcasts

In der Vor­be­rei­tung des Pod­casts über­le­ge ich mir genau, wen ich inter­view­en möch­te, auf wen ich Lust habe und wel­ches The­ma ich auf­grei­fen möch­te. Ich kon­tak­tie­re die ent­spre­chen­den Per­so­nen, sie fül­len ein For­mu­lar mit ihren Infor­ma­tio­nen aus und dann geht es auch schon an die Auf­nah­me! Die­se fin­det mitt­ler­wei­le fast aus­schließ­lich in Zoom statt. Das spart uns allen Zeit, denn mei­ne Inter­view­part­ner schen­ken mir und auch Dir eine Stun­de ihres Lebens! 

In sel­te­nen Fäl­len kom­men mei­ne Gäs­te in mein Büro – wie kürz­lich die wun­der­ba­re Miss Allie, die Sin­ger-Song­wri­te­rin mit ganz viel Herz. Sie wird in mei­nem ande­ren Pod­cast “Sis­ters of Come­dy – nach­ge­lacht” zu hören sein. (Sie kam lei­der doch nicht, son­dern wir haben es online auf­ge­zeich­net, da sie abends kurz­fris­tig als Sup­port bei Karo­lin Kebe­kus auf der Büh­ne stand).

Zwi­schen den Inter­views neh­me ich immer wie­der Solo-Fol­gen auf, um Dir mei­ne Impul­se mit­zu­ge­ben. Dafür samm­le ich The­men, die ich span­nend fin­de. Die­se Ideen dafür bekom­me ich oft aus Songs, im Radio oder auch bei Webi­na­ren und Online-Kur­sen, die ich mir anschaue. Wenn ich dann einen Impuls bekom­me, drü­cke ich direkt die Pau­sen-Tas­te, um ihn mir in mei­nem Han­dy auf der Notiz-App zu notieren. 

Ja tat­säch­lich nut­ze ich dafür die Han­dy-App, sonst bin ich näm­lich in dem Bereich oft noch sehr ana­log unter­wegs. Ich habe gefühlt tau­sen­de Notiz­bü­cher! Frü­her habe ich sogar mei­ne Büh­nen­stü­cke noch von Hand geschrie­ben… Das mache ich jetzt nicht mehr, tip­pen geht schneller ;-)!

In den nächs­ten Mona­ten möch­te ich anfan­gen, mein eige­nes Buch zu schrei­ben. Das wer­de ich dann auch direkt digi­tal tun. 

In mir reift gera­de ein neu­es Büh­nen­pro­gramm her­an. Das wird noch sei­ne Zeit dau­ern, doch ich mache mir dazu immer wie­der Noti­zen. Wenn ich dann wirk­lich ein­stei­ge ins Schrei­ben, schaue ich mir an, wel­che Notiz an wel­che Stel­le der Sto­ry passt. 

 

Methoden, um Ideen zu sammeln

Mei­ne Vor­ge­hens­wei­se kannst Du auch für Dei­ne krea­ti­ven Pro­zes­se nut­zen. Egal ob es sich dabei um einen Pod­cast, einen Vor­trag, ein Buch oder etwas in die­se Rich­tung han­delt. Mind­maps oder ver­gleich­ba­re Tools kön­nen auch sehr hilf­reich sein, wenn Du dazu der Typ bist. Ich gebe es zu: Ich bin es nicht! 

Mein Men­tor Chris­ti­an Buch­holz, der übri­gens letz­te Woche in der Epi­so­de #121 mei­nes Pod­casts zu hören war, arbei­tet viel mit dem Miro­board. Es gibt also wirk­lich vie­le ver­schie­de­ne Metho­den. Mein Rat: Fin­de das Tool, wel­ches Dir am bes­ten dabei hilft, Dei­ne krea­ti­ven Ideen zu sammeln. 

Und denk auch dran: Die schöns­ten Geschich­ten schreibt das Leben! Notie­re Dir immer wie­der, was Dir so pas­siert und begeg­net ist. Mein lie­ber Kol­le­ge Roman Sze­li­ga aus der GSA macht bei­spiels­wei­se Fotos von den Din­gen, die er sam­meln möch­te. Auch eine super Idee! Denn wir kön­nen uns nicht alles mer­ken, im All­tag geht es doch schnel­ler unter, als wir den­ken. Fest­hal­ten lohnt sich, auch wenn es bis zum Vor­trag, Auf­tritt oder der Mode­ra­ti­on noch eine Wei­le dauert. 

Ich berei­te aktu­ell die Mode­ra­ti­on des Ham­bur­ger Come­dy­po­kals vor. Dafür grei­fe ich natür­lich auch auf frü­he­re Din­ge zurück. Ich hab mir abge­spei­chert, wel­che Mode­ra­ti­on ich dort beim letz­ten Mal gemacht habe und schaue, was davon ich wie noch­mals ver­wen­den kann. Bei der Mode­ra­ti­on des Come­dy­po­kals baue ich auch immer etwas aus mei­nen eige­nen Büh­nen­stü­cken ein. Dabei stel­le ich einen Zusam­men­hang zwi­schen den auf­tre­ten­den Künst­lern und mei­nen Inhal­ten her. Das in der Vor­be­rei­tung her­aus­zu­ar­bei­ten, was passt, ist ein krea­ti­ver Prozess. 

 

Wann ich so richtig kreativ bin

Ich bin lus­ti­ger­wei­se am krea­tivs­ten, wenn ich mit der Bahn fah­re! Da fließt es bei mir. Mei­ne Büh­nen­pro­gram­me “Typisch Frau”, “All­tags­wahn­sinn”, bzw. “Plötz­lich Mama” schrieb ich im Auto, im Flug­zeug und in der Bahn. Bei “Plötz­lich Mama” waren wir zur Eltern­zeit in Ame­ri­ka. Die lan­gen Stre­cken im Auto nutz­te ich dann zum Schrei­ben. Bei der nächs­ten Tour las ich mei­nem Mann den letz­ten Abschnitt vor, um zu schau­en, ob er mir noch gefiel und um wie­der den Anschluss zu fin­den. Dann schrieb ich weiter. 

Auch bei der Pod­cast­auf­nah­me ist die­ser Anschluss wich­tig. Ich ste­he bei­spiels­wei­se zwi­schen­durch auf und schlie­ße das Fens­ter. Beim Schnei­den muss ich auf einen guten Über­gang ach­ten. Bei Inter­views kann es pas­sie­ren, dass ich gan­ze Gesprächs­tei­le im Nach­hin­ein raus­schnei­den muss. Auch hier soll­te dann der Anschluss passen. 

Ich weiß nicht, war­um ich in Bewe­gung am krea­tivs­ten bin! Ich lie­be mein Büro mit den vie­len gro­ßen Fens­tern und dem wun­der­ba­ren Schreib­tisch. Doch ich fand irgend­wann her­aus, dass ich unter­wegs die bes­ten Ideen habe. Das kann auch schon beim Spa­zie­ren mit Musik auf den Ohren sein – und da drü­cke ich dann die Pausen-Taste. 

 

Drück auch mal auf Pause, um kreativ zu bleiben!

“Pau­sen-Tas­te” hat jedoch eine dop­pel­te Bedeu­tung für mich. Denn auch ich brau­che mal eine Pau­se! Nicht so ein­fach für einen Men­schen, der sei­nen Job liebt, gern mit Men­schen arbei­tet und nach außen geht. Trotz­dem sind Pau­sen not­wen­dig, um mei­nem Sys­tem Ruhe zu ver­schaf­fen, damit die krea­ti­ven Pro­zes­se wie­der flie­ßen kön­nen. Wenn ich kei­nen Druck habe, ent­ste­hen oft die bes­ten Dinge! 

Mein Tipp an Dich: Pla­ne Dir Ruhe­pau­sen ein! Gera­de wenn Du so ein umtrie­bi­ger Typ bist wie ich. 

Ich blo­cke mir Zei­ten in mei­nem digi­ta­len Kalen­der für bestimm­te Din­ge wie Vor­be­rei­tung, Buch­hal­tung oder Con­ten­ter­stel­lung, damit sie nicht ein­fach so “neben­her” lau­fen. Es muss dann nicht alles zu die­sem Ter­min pas­sie­ren, wie ich es ein­ge­plant hat­te. Wenn es dann doch nicht passt, gehe ich bei­spiels­wei­se ein­fach Spa­zie­ren. Manch­mal reicht es auch, wenn ich mir die Stich­punk­te zur Mode­ra­ti­on ein­mal kurz anschaue, damit in mei­nem Hin­ter­kopf schon etwas pas­siert. Wenn ich mich dann wie­der aktiv dar­an set­ze, kommt der nächs­te Punkt fast wie von alleine. 

Pla­ne Dir aber nicht nur genug Pau­sen und kon­kre­te Slots für bestimm­te Din­ge ein, son­dern auch genü­gend Zeit zur Vor­be­rei­tung! Denn so hat Dei­ne Krea­ti­vi­tät die Chan­ce, sich rich­tig zu entfalten. 

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