Der Unterschied zwischen Moderation und Vortrag (Podcastfolge 117)

Der Unterschied zwischen Moderation und Vortrag 

Gibt es eigent­lich einen Unter­schied, ob Du einen Vor­trag hältst oder eine Mode­ra­ti­on einer Ver­an­stal­tung durch­füh­ren sollst? Auf jeden Fall! Ich wer­de immer wie­der gezielt für Mode­ra­ti­ons­coa­chings gebucht, denn eine Mode­ra­ti­on unter­schei­det sich sehr von einem Vor­trag. Wor­in genau der Unter­schied liegt, erzäh­le ich Dir hier.  

Unterschied Nr. 1:   

Beim Vor­trag steht der Vor­trags­red­ner mit sei­nem Vor­trags­the­ma im Mit­tel­punkt. Alles dreht sich um Dein The­ma. Dei­ne Per­for­mance ist wich­tig und Du bringst Dei­ne Inhal­te bes­ten­falls mit viel Begeis­te­rung rüber. Am Ende sol­len die Zuhö­rer die Kern­mes­sa­ge mit­neh­men und sich an bestimm­te Punk­te erin­nern.  

Wenn Du für eine Mode­ra­ti­on gebucht wirst, dann ste­hen die Men­schen und Din­ge, wel­che Du anmo­de­rierst, im Mit­tel­punkt. Als Mode­ra­tor bist Du für den roten Faden der Gesamt­in­sze­nie­rung ver­ant­wort­lich. Du selbst stehst nicht im Zen­trum des Gesche­hens. Die ande­ren sind im Mit­tel­punkt! 

 

Unterschied Nr. 2:   

Wenn Du einen Vor­trag hältst, arbei­test Du wäh­rend der Vor­be­rei­tung die Gesamt­in­sze­nie­rung aus. Höre Dir hier­zu gern noch ein­mal mei­ne Pod­cast­fol­ge Nr. 113 “War­um ein Vor­trag eine Insze­nie­rung ist” an. Die­ser Vor­trag ist in der Regel eine in sich geschlos­se­ne Sache mit Anfang, Ende und einem roten Faden.  

Eine Mode­ra­ti­on soll­te im Ide­al­fall auch einen roten Faden haben, wel­cher sich durch die Ver­an­stal­tung zieht. Doch Dei­ne Mode­ra­ti­on erfolgt nicht an einem Stück wie ein Vor­trag, son­dern wird in Sequen­zen gehal­ten und ent­hält Pau­sen, in wel­chen dann die anmo­de­rier­ten Din­ge pas­sie­ren. Du führst durch die Ver­an­stal­tung, erläu­terst die Agen­da und die Rah­men­be­din­gun­gen.  

Ein kla­rer Anfang und ein kla­res Ende sind jedoch auch für Dei­ne Mode­ra­ti­ons­se­quenz not­wen­dig. So weiß das Publi­kum zu jeder Zeit, was als Nächs­tes folgt.  

 

Unterschied Nr. 3:   

Ein Vor­trag bedeu­tet unglaub­lich viel Vor­be­rei­tung. Du brauchst Zeit, ihn aus­zu­ar­bei­ten und soll­test ihn regel­mä­ßig über­ar­bei­ten. Kei­ne Fra­ge, hier musst Du eini­ges an Zeit inves­tie­ren! 

Ich erle­be es häu­fig, dass die Men­schen den­ken, eine Mode­ra­ti­on bedür­fe kaum Vor­be­rei­tungs­zeit. Doch das stimmt nicht! Um eine Mode­ra­ti­on zu hal­ten soll­test Du Dich genau­so gut vor­be­rei­ten. Wie viel Zeit dies in Anspruch nimmt, hängt davon ab, wel­ches Niveau die Mode­ra­ti­on haben soll und wie fit die Per­son ist, wel­che die Mode­ra­ti­on hal­ten wird. Denn zu mode­rie­ren ist ein Hand­werk, wel­ches gut erlernt wer­den soll­te!  

Kürz­lich coach­te ich ein Mode­ra­to­rin­nen-Team für eine ein­ein­halb Tage lan­ge Kon­fe­renz. Die bei­den waren sehr talen­tiert und brach­ten tol­le Ideen mit. Trotz­dem berei­te­ten wir die  

Mode­ra­ti­on zwei­ein­halb Tage inten­siv gemein­sam vor. Dazu kam ein Vor­ab-Call mit Brain­stor­ming und auch eine Nach­be­spre­chung. In der Zeit dazwi­schen arbei­te­ten sie an ihren Tex­ten.  

Du siehst also, eine Mode­ra­ti­on vor­zu­be­rei­ten braucht min­des­tens genau­so viel Zeit wie eine Vor­trags­vor­be­rei­tung. “Son­ja, kannst Du eben mal schnell die Mode­ra­ti­on über­neh­men?” höre ich oft, funk­tio­niert aber nicht! Neu­lich mode­rier­te ich bei­spiels­wei­se eine Ver­an­stal­tung mit 16 Spea­kern. Also berei­te­te ich für alle eine Anmo­de­ra­ti­on vor, mit Anfang, Ende, Über­gang und rotem Faden. Du kannst Dir vor­stel­len, wie­viel Arbeit das ist.    

 

Unterschied Nr. 4:  

Einen Vor­trag kannst Du immer wie­der ver­wen­den. Du soll­test ihn bes­ten­falls auf das Ziel­pu­bli­kum anpas­sen und regel­mä­ßig über­prü­fen, ob die Inhal­te noch zeit­ge­mäß sind und zu Dir pas­sen. Doch im All­ge­mei­nen steht die Basis Dei­nes Vor­trags, wenn Du ihn ein­mal vor­be­rei­tet hast.  

Wenn Du mode­rierst, musst Du für jede Ver­an­stal­tung eine neue Mode­ra­ti­on erar­bei­ten! Du hast jedes Mal ein neu­es Set­ting. Die Vor­be­rei­tung ist immer indi­vi­du­ell und auf das Pro­gramm abge­stimmt.  

Eine Moderation bedeutet viel Vorbereitung! 

Du siehst also, es gibt kla­re Unter­schie­de zwi­schen Vor­trä­gen und Mode­ra­tio­nen! Wenn Du vor­hast, zu mode­rie­ren oder Du Unter­neh­mer bist und möch­test, dass einer Dei­ner Mit­ar­bei­ter eine Mode­ra­ti­on duch­führt, dann denk an die Vor­be­rei­tung! Spring nicht ein­fach so ins kal­te Wasser. 
 

Es gibt wun­der­ba­re Mode­ra­ti­ons­coa­ches, die genau bei die­sem Pro­zess hel­fen. Hol Dir jeman­den an Dei­ne Sei­te! Mode­ra­ti­on ist nicht zu unter­schät­zen. Und sie hat auch einen Wert! Mit der Mode­ra­ti­on steht und fällt die Ver­an­stal­tung. Wenn hier eine Schlaf­ta­blet­te am Werk ist, kei­ne Über­gän­ge gestal­tet wer­den und es kei­nen roten Faden gibt, dann ret­ten auch die Vor­trä­ge die Ver­an­stal­tung nicht. Wenn Du dafür mei­ne Unter­stüt­zung möch­test, dann kon­tak­tie­re mich ger­ne unter office@sonja-gruendemann.de!
 

Bit­te denk dar­an: Bezah­le Mode­ra­to­ren gut und ver­such hier nicht, den Preis zu drü­cken. Eine Mode­ra­ti­on vor­zu­be­rei­ten und durch­zu­füh­ren ist har­te Arbeit!  

Hör dir die Pod­cast­fol­ge 117 direkt hier an!

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